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CATEGORIES:Konzerte, Lesungen, Theater, SALON Á LA CARTE 
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SUMMARY:GOLD & ASCHE
DESCRIPTION:Chanson-Sängerin und Conférencière Marie Oser präsentiert, begleitet vo
 n Sophie Sczepanek am Piano, amüsant und tiefgründig Chansons und Geschic
 hten aus den 1920er und 1930er Jahren.\n\nEingebettet zwischen zwei Kriegen
  entfalteten die sogenannten „goldenen“ Zwanziger Jahre eine besondere Dyna
 mik, die auch heute noch und vielleicht gerade jetzt wieder fasziniert. Den
  großen Katastrophen des ersten Weltkrieges und der Spanischen Grippe soebe
 n entkommen, feierten die Menschen in den großen Städten und besonders in 
 Berlin das Leben. Freilich hatte dieses Feiern etwas Abgründiges, denn es 
 war gegen den Schmerz über das Erlebte gerichtet und gegen die Angst, die 
 noch immer in den Knochen steckte. \nFriedrich Hollaender, an dessen Autobi
 ografie sich die musikalische Erzählung orientiert, spricht vom „Amüsiert
 otentanz“ derer, die übriggeblieben waren. Neben den jetzt wie Pilze aus d
 em Boden schießenden Tanzlokalen, in denen die Menschen ihrer wenig goldene
 n Realität entfliehen konnten, entstand in dieser Zeit auch ein intellektu
 elles und scharfzüngiges politisches Cabaret. Es stellte sich gegen den Kr
 ieg, nahm die Schwächen der Weimarer Demokratie aufs Korn und machte queer
 e Lebensweisen und die Emanzipation der Frau zum Thema. Zu Beginn der 1930e
 r Jahre trieb der aufkommende Faschismus Künstler:innen um, und sie versuc
 hten das Bürgertum, das die Gefahr nicht wahrhaben wollte, mit mehr oder w
 eniger verschlüsselten Texten und Liedern aufzurütteln.\n\nMarie Oser bet
 tet ihre Erzählung in einen fiktiven Rahmen. Als Zeitreisende, die eben no
 ch in den 1920er Jahren war, begegnet sie der Pianistin Sophie, einer junge
 n Frau von heute. Gemeinsam begegnen sie Künstler:innen von damals und las
 sen sie in Chansons und Texten als Zeitzeug:innen zu Wort kommen. Sie begeg
 nen Friedrich Hollaender, charmant, sozialkritisch und mit einer großen Seh
 nsucht im Leib. Sie bewundern Marlene Dietrich im Film der „Der blaue Engel
 “ und später als Frontsängerin. Mit der „Revolverschnauze“ Claire Waldoff
  streifen sie durch die queere Szene Berlins. Sie bringen Kurt Tucholsky zu
  Gehör, bissig, pessimistisch und weitsichtig, und Mascha Kaléko spricht 
 bereits aus dem Exil zu ihnen.Dazwischen schwelgen sie in den großen Filmmu
 siken von Werner Richard Heymann und Songs aus Babylon Berlin, denn „unter 
 dem Deckmantel entspannter Abendunterhaltung“, so Hollaender, kann am beste
 n „eine Giftoblate verabreicht werden, die suggestiv eingegeben und hastig 
 verschluckt, weit über den harmlosen Abend hinaus, das gemütlich rollende
  Blut entzündet, das träge Hirn zum Denken aufreizt“. \nUnd so stehen die
  Zeitreisende, Sophie und das Publikum am Ende gemeinsam vor der Frage: Wo 
 stehen wir eigentlich heute?\n\nNeben bekannten Liedern und Melodien aus de
 r Zwischenkriegszeit präsentieren uns Oser/Sczepanek auch bisher kaum beka
 nnte Kostbarkeiten zeitgenössischer Komponist:innen, so Ringelnatz-Vertonu
 ngen des Berliner Komponisten Peter Rodekuhr und Kaléko-Vertonungen DOTA.F
 reuen Sie sich auf eine gute Mischung aus Poesie, Witz, Melancholie, Sarkas
 mus und Lebensfreude. Eintritt: 27,00 € / 22,00 € inkl. 1 Prosecco und Kavi
 arhäppchen\nVVK Kölnticket HIER (https://www.koelnticket.de/eventseries/gol
 d-asche-chansons-geschichten-4118600/?affiliate=5SO)
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<div>Chanson-Sängerin und Conférencière Marie Oser präsentiert, begleit
 et von Sophie Sczepanek am Piano, amüsant und tiefgründig Chansons und Ge
 schichten aus den 1920er und 1930er Jahren.<br><br>Eingebettet zwischen zwe
 i Kriegen entfalteten die sogenannten „goldenen“ Zwanziger Jahre eine beson
 dere Dynamik, die auch heute noch und vielleicht gerade jetzt wieder faszin
 iert. Den großen Katastrophen des ersten Weltkrieges und der Spanischen Gri
 ppe soeben entkommen, feierten die Menschen in den großen Städten und beso
 nders in Berlin das Leben. Freilich hatte dieses Feiern etwas Abgründiges,
  denn es war gegen den Schmerz über das Erlebte gerichtet und gegen die An
 gst, die noch immer in den Knochen steckte. <br>Friedrich Hollaender, an de
 ssen Autobiografie sich die musikalische Erzählung orientiert, spricht vom
  „Amüsiertotentanz“ derer, die übriggeblieben waren. Neben den jetzt wie 
 Pilze aus dem Boden schießenden Tanzlokalen, in denen die Menschen ihrer we
 nig goldenen Realität entfliehen konnten, entstand in dieser Zeit auch ein
  intellektuelles und scharfzüngiges politisches Cabaret. Es stellte sich g
 egen den Krieg, nahm die Schwächen der Weimarer Demokratie aufs Korn und m
 achte queere Lebensweisen und die Emanzipation der Frau zum Thema. Zu Begin
 n der 1930er Jahre trieb der aufkommende Faschismus Künstler:innen um, und
  sie versuchten das Bürgertum, das die Gefahr nicht wahrhaben wollte, mit 
 mehr oder weniger verschlüsselten Texten und Liedern aufzurütteln.<br><br
 ></div><div>Marie Oser bettet ihre Erzählung in einen fiktiven Rahmen. Als
  Zeitreisende, die eben noch in den 1920er Jahren war, begegnet sie der Pia
 nistin Sophie, einer jungen Frau von heute. Gemeinsam begegnen sie Künstle
 r:innen von damals und lassen sie in Chansons und Texten als Zeitzeug:innen
  zu Wort kommen. Sie begegnen Friedrich Hollaender, charmant, sozialkritisc
 h und mit einer großen Sehnsucht im Leib. Sie bewundern Marlene Dietrich im
  Film der „Der blaue Engel“ und später als Frontsängerin. Mit der „Revolv
 erschnauze“ Claire Waldoff streifen sie durch die queere Szene Berlins. Sie
  bringen Kurt Tucholsky zu Gehör, bissig, pessimistisch und weitsichtig, u
 nd Mascha Kaléko spricht bereits aus dem Exil zu ihnen.</div><div>Dazwisch
 en schwelgen sie in den großen Filmmusiken von Werner Richard Heymann und S
 ongs aus Babylon Berlin, denn „unter dem Deckmantel entspannter Abendunterh
 altung“, so Hollaender, kann am besten „eine Giftoblate verabreicht werden,
  die suggestiv eingegeben und hastig verschluckt, weit über den harmlosen 
 Abend hinaus, das gemütlich rollende Blut entzündet, das träge Hirn zum 
 Denken aufreizt“. <br>Und so stehen die Zeitreisende, Sophie und das Publik
 um am Ende gemeinsam vor der Frage: Wo stehen wir eigentlich heute?<br><br>
 </div><div>Neben bekannten Liedern und Melodien aus der Zwischenkriegszeit 
 präsentieren uns Oser/Sczepanek auch bisher kaum bekannte Kostbarkeiten ze
 itgenössischer Komponist:innen, so Ringelnatz-Vertonungen des Berliner Kom
 ponisten Peter Rodekuhr und Kaléko-Vertonungen DOTA.</div><div>Freuen Sie 
 sich auf eine gute Mischung aus Poesie, Witz, Melancholie, Sarkasmus und Le
 bensfreude.</div><div>&nbsp;</div><div>Eintritt: 27,00 € / 22,00 € inkl. 1 
 Prosecco und Kaviarhäppchen<br>VVK Kölnticket <a href="https://www.koelntic
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