Europa trifft auf Lateinamerika
Elodie Bouny ist eine frz. Komponistin, Gitarristin und Produzentin, deren Arbeit an der Schnittstelle von rigoroser kompositorischer Praxis und aufmerksamer Wahrnehmung der Welt angesiedelt ist. Ihre Musik bewegt sich in einem durchlässigen Raum, in dem die Gitarre in Dialog tritt mit Stimme, Bühne, Orchester sowie kulturellen Erzählungen aus Lateinamerika und Europa.
Ausgebildet an den Konservatorien von Boulogne-Billancourt (Paris) und Straßburg und promoviert im Fach Komposition, hat Elodie eine internationale Laufbahn entwickelt, die von langfristigen Projekten und kollaborativen Arbeitsformen geprägt ist. Heute lebt sie in Lissabon und verbindet von dort aus Kreation, Aufführung und Produktion über mehrere Länder hinweg, mit einem besonderen Fokus auf die menschlichen, politischen und sinnlichen Dimensionen von Musik.
Im Jahr 2025 intensivierte sich ihre Tätigkeit auf dem europäischen Musikmarkt. Als Interpretin war sie Teil der Nacht der Gitarren- Tour mit 28 Konzerten in Konzertsälen und auf Festivals in mehreren Ländern. Zudem war sie als Gastkünstlerin und Kuratorin beim Kammermusikfestival Ecos Latinos tätig, einem Projekt, das den Dialog zwischen lateinamerikanischen Repertoires, Ästhetiken und Territorien fördert.
Auch kompositorisch markierte 2025 eine besonders fruchtbare Phase mit neuen Auftragswerken in Entwicklung. Dazu zählt ein Tríptico Latinoamericano, das von Berta Rojas für La Huella de las Cuerdas in Auftrag gegeben wurde und die Gitarre als Instrument von Erinnerung, Bewegung und kultureller Transformation untersucht.
Elodies jüngste Arbeiten legen einen Schwerpunkt auf narrative Formen sowie auf die Beziehung zwischen musikalischer Geste, Ort und Geschichte. Neben ihrer Tätigkeit im Bereich der Konzertmusik pflegt Elodie eine kontinuierliche Praxis als Songwriterin. Ihre Lieder wurden unter anderem von Renato Braz, Pedro Iaco, Iara Ferreira und Nani Medeiros interpretiert und zeugen von einer vokalen Schreibweise, die Text, Mündlichkeit und die Präsenz der Interpret:innen in den Mittelpunkt stellt.
Zusammenarbeit steht im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit. 2025 realisierte sie Residenzen und Konzerte mit Nadia Larcher und Kevin Seddiki. 2026 bringt sie ein neues Gitarrenduo mit Gaëlle Solal zur Uraufführung und entwickelt Último Grito, ein audiovisuelles Projekt mit dem Filmemacher Wim Forceville. Eine neue Oper befindet sich in Arbeit und ist für 2027 geplant; außerdem ist für 2026 die Aufnahme eines Studioalbums mit Werken von Baden Powell vorgesehen. Im selben Jahr wird Elodie zudem eine EP mit dem herausragenden Gitarristen und Komponisten Marco Pereira veröffentlichen.
Elodies Projekte entstehen in enger Zusammenarbeit mit ihrem Agenten und Produzenten Günter Lemoine von Soundscape Music Management (
https://soundscapemm.com),
der ihre internationale Verbreitung zwischen Europa und Lateinamerika begleitet.
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